UTE UND ANDREAS AICHINGER,

BEIDE 60

For what it’s worth my friend

it’s never too late

To be what you wanna be,

your fate is what you create

– Sailing Conductors, Radiate

GoF: Ute, Andreas, ihr macht gerade Workation auf Lanzarote, wie habt ihr so den Tag verbracht?

 

Ute:  Das willst du gar nicht wissen! Wir starten wir mit der Tasse Kaffee, dann  machen wir unser allmorgendliches Wordle …

 

[Wordle ist ein online-Rätsel, ähnlich wie Mastermind, aber ohne inhaltlichen Hinweise auf das Lösungswort. Es wird täglich ein neues Wort bestehend aus fünf Buchstaben veröffentlicht.]

 

… danach bin ich mit dem Fahrrad in die Marina gefahren, wo ich Freunde auf ihrem Boot getroffen habe, der Mann will damit über den Atlantik segeln. Dann wieder zurück gejoggt, mit meiner seven minutes App Sport gemacht, danach schwimmen ….

 

… harter Alltag …

 

… dann wieder zu den Freunden, mit denen mittags Salat gegessen und auf dem Boot drei Stunden in der Sonne gelesen. Dann dachte ich jetzt wird’s Zeit und war mit meinem Fahrrad einkaufen. Also richtig chillig meinerseits, Andreas muss ja hier arbeiten.

 

Andreas: Gestern habe ich um acht Uhr hiesiger Zeit angefangen, für meine Verhältnisse sehr früh, ich bin eher so der späte Typ, lieber abends lange. Heute hatte ich erst um neun den ersten Call. Ich war vorher im Pool und habe dann locker angefangen zu arbeiten, so bis 19 Uhr durchgearbeitet, nur mal am PC etwas gegessen, kurz Wäsche abgehängt und ein paar andere Kleinigkeiten zwischendurch erledigt. 

 

Ute: Unsere Freundin, die ja auch remote arbeitet, zieht zu uns, wenn ihr Mann über den Atlantik segelt, dann sind wir eine 3er-WG. Im Januar haben wir das auch schon gemacht, da waren wir zu dritt auf dem Schiff.

 

Wie lange werdet ihr auf Lanzarote sein?

 

Ute: Drei Wochen. Dann noch eine Woche Niederbayern, weil wir einen Gutschein von unseren Kindern da bekommen haben. Also … es läuft!

 

Andreas: Dann sind wir einen ganzen Monat zuhause, und Januar geht es wieder für einen Monat nach Lanzarote und Fuerteventura.

 

Ute: Wir kamen ursprünglich gar nicht auf die Kanaren, aber die Temperaturen haben uns dann überzeugt und auch, dass wir da  auf dem Schiff wohnen durften und dass hier eben auch noch echt viel los ist. Hier sind viele ältere Leute, viele die auch schon in Rente sind und natürlich viele Segler und auch viele Fahrradfahrer, das ist irre!

 

Ihr seid auch schon in der Vergangenheit nicht an Deutschland gebunden gewesen. Ihr wart drei Jahre auf Hawaii, wo auch euer jüngster Sohn geboren wurde. Wie kam es zu diesem Aufenthalt?

 

Andreas: Ich hatte damals promoviert, bin ’97 fertig geworden, und ein Kollege meinte, er hätte da so eine Stellenausschreibung gesehen. Ich habe einfach meine Bewerbung geschickt und habe dann plötzlich E Mail gekriegt mit einer Einladung zu einem Telefoninterview. Ich bin bisschen zu spät gekommen, weil vorher noch Wasserball-Training war …

 

Ute: Jaaa, und ich hab den Anruf angenommen und gesagt, sorry, dass er noch beim Waterpolo Training ist. Und ich dachte noch, na, er beweist, dass er sein Team nicht im Stich lässt! Das ist doch schon mal gut! (beide lachen)


„Ich hab’ halt gesagt, ich kann IT, ich kann mit Unix umgehen.“


Andreas: Joa … eine Stunde später hat der nochmal angerufen und gefragt, wie lange ich denn für meine Entscheidung bräuchte. Das war 22 Uhr am Freitag Abend. Um sieben Uhr am nächsten Morgen hat er wieder angerufen und gefragt, ob ich den Job haben will, und ich: ja, nehm ich.

 

Ute: Ich so im Hintergrund: jaaaaa! (reckt die Fäuste hoch). Wir hatten ja auch noch keine Wohnung oder Haus abzubezahlen, die Kinder waren noch miniklein. Ich weiß noch, wie ich mit meinem Papa gesprochen habe, der eher sicherheitsmäßig drauf ist, aber der meinte auch nur: naja, wenns nix ist, dann kommts halt wieder zruck. Oder meine Oma, die meinte auch nur: allein das Wort Hawaii, des is ja scho allein a Gschoss! Da haben wir das gemacht.

 

Nach Hawaii seid ihr direkt zurück nach Deutschland?

 

Andreas: Im Sommer 2000 sind wir zurück. Ich hatte schnell festgestellt, dass es relativ einfach war, in der IT Fuß zu fassen. Ich hatte ein paar Bewerbungen geschrieben, und sofort kam irgendwie positives Feedback, das war eben diese Dortcomblase seinerzeit. 

 

Aber Du hattest etwas ganz anderes studiert, Geologie.

 

Andreas: Ja, auf Hawaii war das eine Postdoc-Stelle, da habe ich viel Projektkoordination gemacht. Meine Aufgaben hatten da mit Geologie nur mittelbar etwas zu tun gehabt. Mein Rechner war so ein Unix-Rechner, und ich hab halt gesagt, ich kann IT, ich kann mit Unix umgehen.

 

Seitdem bist Du in der IT-Branche.

 

Andreas: Genau. Dann habe ich die Stelle beim Mobilcom in Büdelsdorf angenommen und wir sind wieder nach Heikendorf [bei Kiel] gezogen. Da waren auch Freunde von uns. die hatten uns schon eine Adresse für ein Haus besorgt.

 

Ute: Ich komme ja aus München, aber da war es undenkbar, sich ein Haus leisten zu können. Für mich war ausschlaggebend, wieder in Norden zu ziehen, dass wir da gemeinsame Freunde hatten. Das Fach Geologie findet Andreas ja eigentlich interessant, aber dann muss man auch immer  veröffentlichen, und das war nicht so seins in der Forschung. Und was hinzu kommt, man hat selten feste Verträge, mal zwei Jahre, mal drei Jahre, da musst Du öfter umziehen. Das hat halt auch die Entscheidung beeinflusst, dass du in der IT Fuß gefasst hast, und dass es dir Spaß bringt.

 

Andreas: Ich bin glücklich mit dem, was ich mache. Und die Jobchancen sind auch so viel besser, von daher das alles gut. Auch die Möglichkeit, remote zu arbeiten. Bei mir in der Firma war ich im Dezember derjenige, der das ganze losgetreten hat mit Workation. Jetzt gibt es tatsächlich für alle die Möglichkeit, und das ist auch vertraglich alles so geregelt mir remote Arbeiten und Workation.

 

Damit bist Du ein Trendsetter. Ihr habt euch immer wieder ein Stück weit neu erfunden. Ihr seid offen und neugierig, auch Du mit Deiner Selbstständigkeit, Ute.

 

Ute: Wir haben natürlich auch die Freiheit jetzt, wo die Kinder aus dem Haus sind, und ich bin eben nicht fest angestellt. Du musst dir das ja auch leisten können neben Hauskosten oder Mietkosten. Wir leben ja hier nicht in Saus und Braus, aber du musst eben diese Wohnung haben. Da sind wir halt doppelt fein raus, weil ich das mit meiner Kollegin mit der Selbstständigkeit regeln konnte. 

 

Wie bist Du eigentlich darauf gekommen, Dich selbständig zu machen?

 

Ute: Per Zufall. Als wir aus Amerika zurückgekommen sind, dachte ich mir, ich muss mich schon mal rechtzeitig so langsam wieder auf den Arbeitsmarkt konzentrieren und habe mehrere Kurse gemacht, weil ja auch schon relativ lang draußen war. Unter anderem auch ein Berufsorientierungskurs vom Arbeitsamt, wo viele  Mütter waren, die auch eine längere Auszeit hatten. Da habe ich eine Frau kennengelernt, die wohnte ein Dorf weiter, und die hat irgendwann einen Job in einem Secondhand-Laden angefangen und ihn kurz drauf übernommen. Wir waren ja in Kontakt, und ich meinte: Wenn da mal eine Aushilfe brauchst, dann sag’ Bescheid. Und prompt hat sie drei Monate später gefragt und ich war ein Jahr für sie zwei Tage in der Woche im Geschäft. Da haben wir schon gemerkt, dass das passt, dass man ein gutes Bauchgefühl hatte, und dann sind wir Partner geworden. Wir führen den jetzt schon 17 Jahre.

Sich selbstständig würde ich das jetzt nicht unbedingt nennen. Wir haben diesen Laden  übernommen, der schon existierte und kein Business neu gegründet. Und wir  beide haben im Hintergrund Männer, die voll arbeiten. Selbstständigkeit ist für mich, dass ich komplett davon meine Familie ernähren kann, und das könnten wir beide nicht mit jeweils drei Kindern. Wenn ich das Geschäft alleine hätte, dann könnte ich inzwischen davon gut leben.

 

Ihr seid mit dem Laden auf Instagram, aber mir ist aufgefallen, dass ihr gar keine Website habt?

 

Ute: (lacht) Ab Dezember gibt’s die! Den Laden gibt es jetzt seit 35 Jahren, und wir sind in einem Ferienort an der Ostsee, da kommen so viele Urlauber, die dann auch Zeit und Lust haben zu shoppen. Uns kennt man einfach, wir haben so viel Zulauf, da müssen wir gar nicht viel Reklame machen. Wir haben so viele Klamotten, da könnten wir noch einen zweiten Laden von aufmachen. Also ja, es läuft richtig gut, und Nachhaltigkeit ist ja eh so ein Trendthema und wird es auch immer mehr. Weil das Kommissionsware ist, haben wir null Risiko eigentlich.

 

Ich bin gespannt auf die neue Website, dann seid ihr auf Insta, und vor Jahren sagtest Du mir einmal, dass Du auf Pinterest bist.

 

Ute: Nee, bin ich nicht mehr. Ich habe da noch meine persönliche Seite, wenn ich Rezepte oder zu irgendwas Ideen haben möchte, suche ich da.

 

Auf welche Social Media Plattform seid ihr beiden denn generell unterwegs?

 

Ute: Ich bin nur bei Instagram, sonst nirgendwo.


„Die innere Einstellung macht viel aus, wenn man offen ist für Neues.“


Andreas: Ich nutze WhatsApp, und bei Facebook bin ich. Aber da war jetzt auch schon lange nicht mehr. Das mache ich auch nur, um von den Freunden auf Hawaii ein bisschen was von deren Leben mitzukriegen. Unsere Kinder sagen: Facebook, das ist doch was für Opis.

 

Ute: Facebook ist ja schon lange out.

 

Andreas: Die Werbung da nervt mich so kolossal, dass ich kein Bock mehr drauf habe. 

 

Ute: Ich bin schon sehr aktiv auf Instagram. 

 

Andreas: Du verbringst da richtig viel Zeit …

 

Ute: Ja, da verbringe ich viel Zeit, so 40 bis 45 Minuten am Tag. Ich schaue viel nach Einrichtung, Rezepte, Rudern, Kleidung und ZDF heute und solche Sachen. Ja, und Lanzerote jetzt, München, Kiel, wo ich hinreise, da natürlich auch.

 

Andreas: Was ich auch empfehlen kann, ist Greeters. Das sind Einheimische, die Bock haben, anderen Leuten ihre Stadt zu zeigen, und das kostet halt nichts. Wir haben die dann zum Kaffee oder zum Essen eingeladen. [www.instagram.com/internationalgreeter/]

 

Ute: In Marseille hatten wir eine, die war Ende 70 schätze ich mal, und die war kernig drauf, mit der sind wir dreieinhalb Stunden durch  Marseille getapert. Marseille ist ja schon eine der gefährlichsten Städte Frankreichs, da solltest du nicht in alle Stadtviertel gehen. Ich hab’ dann gesagt, dieses und jenes möchte ich gerne sehen, ob das geht. Da sind wir dann los und manchmal meinte die, dass man vielleicht jetzt die Tasche ein bisschen festhalten soll und hat uns alles mögliche gezeigt, auch Insidersachen eben.

 

Letztens sagte mir jemand in einem Interview, dass ihn diese ganze Werbung auch kolossal nervt. Besonders dass er jetzt, mit 65, andauernd Werbung für Treppenlifte und so eingespielt bekommt. Und das, obwohl er sich sowieso 15 Jahre jünger fühlt. Wie ist denn euer gefühltes Alter?

 

Ute: Man fühlt sich ja eh immer viel jünger, das ist klar. Ich meine, ich weiß ja, wie alt ich bin. Aber die, mit denen ich Sport mache, die sind teilweise 15, 20 Jahre jünger, und ich denke dann, ich bin so um die 50. Aber nein – stimmt ja gar nicht, ich bin ja schon wieder zehn Jahre älter! Von der Fitness fühle ich mich viel jünger, weil ich ja viel Sport mache. Auch mehr als früher, seit die Kinder weg sind. Ich hab' mir letztens noch gesagt, Mensch, du bist ja schon 60. Also irgendwie ganz komisch.

 

Andreas: Ich fühle mich vom Kopf her relativ jung, naja, 35 auch nicht mehr, aber so Mitte 40. Das eine oder andere merkt man körperlich natürlich schon.

 

Ute: Ich orientiere mich eigentlich eher an Älteren. Wenn ich da jemanden sehe, der 70 ist und denke, der ist aber noch kernig. Ich bin aber auch entsetzt, wenn ich viel jüngere sehe, wie sie rumhartschen und wie sie fett sind, wie sie nicht mehr richtig gehen können, weil sie eben kein Sport machen. Wenn ich mich mit denen vergleiche, da fühle ich mich dann richtig flott. Ich habe sogar mal gelesen, dass Achtzigjährige im Kopf in den Fünfzigern hängengeblieben sind, dass die sich so fühlen eher. Ich denke, die innere Einstellung macht viel aus, wenn man offen ist für Neues, das sind Andreas und ich auf alle Fälle. Wo ich aber merke, dass ich älter bin, dass ich anders auf mein Leben zurückblicke. Dann denke ich, das ist doch cool, ich bin schon 60 und gesund. Ich sehe das sehr positiv mit der Lebenserfahrung, die man hat. Mir ist ja bewusst, dass das endlich ist, darum lebe ich noch intensiver und noch mehr im Moment. 

 

Könnt ihr euch eigentlich als Rentner im klassischen Sinne vorstellen? Wann kommt die erste Kreuzfahrt?

 

Ute: Wir? Als Rentner? Nee.

 

Andreas: Ich denke noch nicht so richtig darüber nach. Aber der Zeitpunkt kommt immer näher, und ich weiß nicht, ob ich dann mit 67 wirklich schon aufhören will. Mir schwebt vor, dann noch so ein bisschen Projektarbeit zu machen. Aber reduziert auf drei Monate im Jahr, um die Urlaubskasse aufzubessern.

 

Ute: Ich denke schon, dass wir beide, wenn wir in Rente sind, auf alle Fälle aktiv sein  wollen. Ich werde ja nicht so viel Rente kriegen. Der Laden von meiner Partnerin und mir kann ja so weiterlaufen, wir müssen und ja nicht überarbeiten. Aber so klassische Rentner, nee. Unbedingt aktiv.

 

Welches sind die Lieblingsmarken oder Produkte, die zu eurem gefühlten Alter passen? Wonach sucht ihr Produkte aus?

 

Andreas: Kleidungsmäßig bin ich ziemlich bei Marco Polo verhaftet, weil ich immer  wieder feststelle, das sind Sachen, die mir gefallen, die qualitativ auch in Ordnung sind und preislich akzeptabel. Wobei ich mir die meistens kaufe, wenn sie 50 Prozent runtergesetzt sind. Klar finde ich manchmal bestimmte Sachen cool, aber keine speziellen Marken eigentlich. Wenn es um bestimmte Investitionen geht, die ein bisschen mehr Geld erfordern, dann recherchiere ich schon sehr viel. Ich gehe danach, was mich anspricht, was schön aussieht, und ich lege dann ganz viel Wert auf Rezensionen, wie zum Beispiel jetzt hier bei Unterkünften, bei Airbnb. Rezensionen geben mir da wichtige Impulse für die Entscheidung. 


„Zunehmend denken wir auch, das letzte Hemd hat keine Taschen, man kann ja auch nicht nur Geld horten.“


Ute: Was Möbel betrifft, stehe ich auf die Klassiker. Da gehe ich zum Beispiel auf Ebay oder Kleinanzeigen.de. Unsere Möbel zuhause sind eine Mischung aus Erbe, Flohmarkt und was so an der Seite steht, also Sperrmüll. Ich habe mir zum Beispiel immer so einen Tulip Chair gewünscht, und dann dachte ich, was soll ich da warten? Den kann ich mir doch gebraucht kaufen. Und dann war ich so im Shoppen drin, da habe ich noch einen zweiten Tisch und  nochmal Stühle gekauft, aber eben gebraucht. Wir schauen schon auf Marken, aber auch aufs Geld.

 

Andreas: Wenn wir Dinge suchen, die gut sein sollen und länger halten sollen, dann sind wir auch gewillt, ein bisschen mehr Geld auszugeben. Zunehmend denken wir auch, das letzte Hemd hat keine Taschen, man kann ja auch nicht nur Geld horten, man muss sich ja auch mal was gönnen.

 

Ute: Das hat eben auch was mit dem Alter zu tun. Wir brauchen nichts mehr. Also, was sollen wir noch  kaufen! Wir haben Klamotten, ich habe so viel Klamotten, die kann ich ja die nächsten 20 Jahre noch anziehen. Ich brauche nichts, ich brauche nicht nochmal 10 Kerzenstände und 15 Vasen. Das hört sich jetzt ganz schlimm an, aber unsere Möbel, die begleiten mich teilweise schon, seit ich das erste Mal ausgezogen bin. Wir sind flexibel, aber wir sind auf gar keinen Fall Spontankäufer eigentlich. Aber letztens haben wir eine Couch gekauft, in Hamburg in der Wäscherei. Das war ein echter Spontankauf. Da haben wir gesagt, okay, das machen wir jetzt einfach. Es war ein reduziertes Ausstellungsstück, und wir sind so happy mit dieser Couch, die ist wie ein riesiges Schiff, da passen wir alle drauf – wir, unsere drei Jungs, deren Freundinnen!

 

Ihr seid echte Familienmenschen und dabei auch als Ehepaar happy. Was ist euer Erfolgsrezept?

 

Andreas: Humor ist ganz wichtig …

 

Ute: Humor ist ganz wichtig, eine gemeinsame Basis. Die Liebe ist nie flöten gegangen, Gleiche Werte, Geld ist auch bei uns nie ein Thema. Wir sind sparsam, aber wir hauen es auch mal raus. Das ist ja für viele ein Streitthema. Wir sind beide keine komplizierten Menschen, wir sind beide easy going. Und es ist glaube ich einfach wahnsinnig viel Glück. Du musst zum rechten Zeitpunkt die richtige Person treffen. Damit ist natürlich nicht gewährleistet, dass es ein Leben lang  hält. Das ist es bei niemandem. 

 

Andreas: Ja, ein bisschen arbeiten muss man auch. Es ist ja nicht immer so, dass es nur Hochs gibt. Aber ehrlich gesagt hatten wir auch nicht das Gefühl, dass wir an unserer Beziehung arbeiten müssen.

 

Ute: Sag ich ja. Ich glaube, wir hatten einfach tierisch viel Glück. Und wie schon gesagt, Humor ist super wichtig. Gerade im Alter wirds noch wichtiger, wenn der Partner den einen oder anderen Spleen bekommt, dass man dann sagt, okaaaay … (lachen beide) Andreas ist aber auch einfach wirklich …

 

Andreas: … easy going.

Ute, 60, ist in München aufgewachsen, dort Ausbildung zur MFA und Fremdsprachenkorrespondentin. In Praxis und Klinik gearbeitet, Jobs in London als Housekeeper im Hotel und in Honululu als Museumsführerin. Seit 2007 Co-Besitzerin und Geschäftsführerin eines 1stClass-2ndHand-Ladens.

Andreas, 60, studierte Geologie in Würzburg und Kiel, wo er am GEOMAR Helmholtz Institut für Ozeanforschung promovierte. In dieser Zeit wurden die ersten beiden Söhne geboren, der dritte Sohn wurde auf Hawaii geboren, wo Andreas an der University at Manoa eine Postdoc-Stelle innehatte. Zurück in Deutschland übernahm er eine Position in der IT bei Mobilcom, danach bei einem Unternehmen in Hamburg und seit letztem Jahr zu 100% aus dem Homeoffice.

Ute und Andreas sind seit 30 Jahren verheiratet. 


Ute: Hawaii und Schnitzel

Lieblingssong:

Radiate von Sailing Conductors

Lieblingsband:

U2, Fleetwood Mac, Police, Sting,

aber ich bin immer offen für neue Songs

Lieblingsbuch:

Bücher, die mich berühren, z.B. von Isabell Allende; Reisetagebücher, z.B. von Josie Dew;

Biographien, z.B. von Michael Blumenthal

Lieblingspodcast:

Gute Deutsche mit Linda Zervakis und Toast Hawaii

Lieblingsfilm:

Some like it hot von Billy Wilder und viele, viele andere Filme

Lieblingsserie:

Friends

Lieblingsmarke:

Vintage in Möbel und Kleidung, nordische Klassiker. Keine spezielle Marke, die Mischung macht es individuell.

Lieblinsgreiseziel:

Hawaii, New Zealand aber auch Italien, Frankreich,

Schweden, London

Lieblingsessen:

Sushi und Schnitzel

Lieblingsspruch:

You only live once.

Unterirdisch finde ich …

… Engstirnigkeit, Rassismus

Ich chille am besten, wenn ich …

… beim Tagebuch schreiben oder Musik hörend in den blauen Himmel schauend, vorzugsweise am Strand unter der Palme.

Meine größte Freude ist es, …

… mit meinem Mann, meinen Söhnen und Freunden den Skihang unter blauem Himmel hinunterzufahren; mit meiner Crew zu rudern. 

Andreas: Hawaii und Grünkohl

Lieblingssong/-InterpretIn:

U2, Simple Minds, Simply Red und so viele andere

Lieblingsbuch/-Podcast:

Podcast höre ich selten bis gar nicht, 

aber Liebslingsbücher sind u.a.

Herr der Ringe, Säulen der Erde ff., Stig LarsonTrilogie, Biografien, Mathematik-Rätsel (Fermats letzter Satz) uvm.

Lieblingsfilm/-Serie:

Serie: Friends

Filme: da gibt es soooo viel, hier eine Auswahl:

Star Wars (die ersten 3 Filme), Zeit der Stille, Matrix, Vier Hochzeiten und ein Todesfall, Spiel mir das Lied vom Tod, Das Schweigen der Lämmer, Leon – Der Profi, Die üblichen Verdächtigen, American Beauty, Ziemlich beste Freunde, 2001 Odyssee im Weltraum, Pulp Fiction, Fargo, Club der toten Dichter, Täglich grüßt das Murmeltier

Lieblingsmarke:

Marc O’Polo, Boss;

sonst eher keine Lieblingsmarken 

Lieblinsgreiseziel:

Hawaii, ganz klar, und dann:

Südfrankreich, USA, Österreich, Italien

Lieblingsessen:

Grünkohl, Schweinebraten, Wiener Schnitzel, Risotto, Milchreis, Gulasch, Rinderroulade

Lieblingsspruch:

Da habe ich keine außer vielleicht Carpe diem

Unterirdisch finde ich …

… Intoleranz, Nazis, Humorlosigkeit, Faulheit

Ich chille am besten, wenn ich …

… im Urlaub bin, lesen kann, beim Wandern, beim Skifahren (ganzen Tag draußen an der frischen Luft bei sportlicher Betätigung), am Strand/Pool, in der Sauna

Meine größte Freude ist es, …

Zeit mit Ute und Familie zu verbringen, Wasserball spielen, mit Freunden kochen/spielen schnacken, reisen, Neues entdecken


©Bild: Reinis Birznieks auf Unsplash